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Aktuelle Informationen zur Corona-Krise

Auf dieser Webseite haben wir für Sie die wichtigsten Informationen zu ausgewählten arbeits-, steuer- und bilanzrechtlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise zusammengestellt.

Sie können uns jederzeit unter muenchen[at]crowe-kleeberg.de oder unter +49 89 55 983 0 erreichen. Ansprechpartner sind auch in den einzelnen Publikationen genannt.

Die Corona-Krise wirft viele Fragen auf – und täglich kommen neue hinzu. Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern, haben wir für Sie auf dieser Webseite eine Vielzahl von häufig gestellten Fragen (Frequently Asked Questions – FAQ) zusammengefasst und kurz beantwortet. Ausführlicher informieren wir Sie in unseren jeweiligen Kurzinformationen, die bei den einzelnen Fragen auch verlinkt sind. Die FAQ finden Sie hier.

Current information on the Corona crisis

On this website we have compiled the most important information for you on selected labor, tax and accounting law issues in connection with the Corona crisis. Please scroll down.

You can reach us at any time at muenchen[at]crowe-kleeberg.de or at +49 89 55 983 0. Contact persons are also named in the individual publications.


Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bzw. die mit der Krise einhergehenden Unsicherheiten machen sich zunehmend auch an den Kapitalmärkten bemerkbar. Wie bereits die Aktienkurse rutschen die Renditen für Bundesanleihen aufgrund der Corona-Krise ausgehend von einem ohnehin niedrigen Niveau noch weiter ab. Nach der steigenden Tendenz beim Basiszinssatz zu Beginn des Jahres 2020 geht die zunehmende Ausbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) auch an der Entwicklung des Basiszinssatzes nach IDW S 1 nicht spurlos vorüber. Dieser zeigt zum 01.04.2020 eine rückläufige Tendenz und fällt auf gerundet 0,10 %. Es bleibt abzuwarten, wie sehr sich die aktuellen Verwerfungen an den Kapitalmärkten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auf das nachhaltige Basiszinsniveau auswirken werden. Es ist daher offen, ob der Basiszinssatz ggf. im kommenden Monat wieder ein Niveau von 0,00 % erreichen wird. (PDF 0,29 MB)

Kurzinformation Corona Update Arbeitsrecht Kinderbetreuung (04/2020)

Am 27.03.2020 wurde das Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (COVIfSGAnpG) von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Im COVIfSGAnpG wurden insbesondere umfangreiche, teilweise temporäre Änderungen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) beschlossen. Der in unserem Rundschreiben „Das Corona-Virus aus arbeitsrechtlicher Sicht für Unternehmen“ im Zuge der Lohnfortzahlung des Arbeitnehmers bei staatlich angeordneten Kindergärten- sowie Schulschließung aufgrund der Corona-Pandemie behandelte § 56 IfSG wurde durch das COVIfSGAnpG nun temporär bis zum 01.01.2021 um einen neuen Absatz ergänzt. Der neu geschaffene Abs. 1a soll einen Entschädigungsanspruch des Arbeitnehmers regeln, der infolge von behördlich angeordneten Schul- und Kindergartenschließungen aufgrund der Corona-Pandemie und damit einhergehender eigener Betreuungsbedürftigkeit seiner Kinder – auch infolge des Kontaktverbots –, seinen Arbeitsverpflichtungen nicht nachkommen kann und dadurch gegebenenfalls einen Verdienstausfall erleidet. (PDF 0,39 MB)

Kurzinformation Corona Insolvenzaussetzungsgesetz (04/2020)

Die infolge der COVID-19-Pandemie ausgelösten negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft führen bei vielen Unternehmen zum akuten Risiko der Zahlungsunfähigkeit, auch weil die unter dem „Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ staatlicherseits zugesagten Hilfen nicht innerhalb der insolvenzrechtlich gebotenen Drei-Wochen-Frist zufließen. Die im Zuge der Finanzmarktkrise 2008 zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung eingeführte „positive Fortführungsprognose“ lässt sich infolge der Corona-Pandemie bis auf Weiteres mangels Planungsmöglichkeit nicht umsetzen. Daher setzt der Gesetzgeber vorübergehend nur auf den Tatbestand der Zahlungsunfähigkeit und unterstellt, dass über das „Schutzschild“ ausreichende finanzielle Mittel und „Zeit“ zur Verfügung gestellt werden. (PDF 0,31 MB)

Kurzinformation Corona Going Concern (04/2020)

Grundsätzlich wird ein Jahresabschluss nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt. Im Rahmen der Abschlussprüfung hat der zuständige Abschlussprüfer gemäß IDW PS 270 n.F. in Bezug auf das zu prüfende Unternehmen zu beurteilen, ob die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommene Einschätzung der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist. Darüber hinaus bewertet er, ob nach seinem Ermessen eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die einzeln  oder insgesamt bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Unter wesentlichen Unsicherheiten sind jene bestandsgefährdende Risiken gemeint, durch welche das Unternehmen möglicherweise in die Situation geraten könnte, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte nicht realisieren sowie seine Schulden nicht begleichen zu können. Die Folgen der globalen Ausbreitung des Corona-Virus können zu solchen bestandsgefährdenden Risiken führen. (PDF 0,29 MB)

Kurzinformation Corona im Mietverhältnis (04/2020)

Die „Gesetzesmaschinerie“ läuft auf Hochtouren, um den wirtschaftlichen Folgen der COVID 19-Pandemie zu begegnen. Während Bund und Länder sich in der ersten Hilfswelle auf Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft konzentriert haben, nimmt der Gesetzgeber nunmehr verstärkt privatrechtliche Vertragsbeziehungen in den Blick, auch Miet- und Pachtverträge. Mit dem am 27.03.2020 in Kraft getretenen Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht („COVInsAG“) hat der Gesetzgeber unter anderem das Kündigungsrecht der Vermieter bei „Corona-bedingten“ Mietschulden eingeschränkt. Wir geben einen Überblick über Wirkung und Anwendungsbereich der Neuregelung und zeigen auf, welche Punkte in der praktischen Anwendung zu beachten sind. (PDF 0,35 MB)

Kurzinformation Corona Konzernrechnungslegung (03/2020)

Die sich seit Anfang 2020 rasant ausbreitende Corona-Pandemie verändert das Wirtschaftsleben tiefgreifend und stellt Unternehmen vor vielschichtige Herausforderungen. Während aktuell häufig die Frage im Fokus steht, ob und wie die Geschäftstätigkeit innerhalb der geltenden Beschränkungen aufrechterhalten werden kann, ergeben sich jedoch auch Auswirkungen auf die Rechnungslegung – sowohl aus einzelgesellschaftlicher als auch aus konsolidierter Sicht, wenn das Unternehmen in einem Konzernverbund organisiert ist. (PDF 0,27 MB)

Kurzinformation Corona Finanzinstrumente (03/2020)

Im IFRS-Abschluss werden verschiedene Positionen mit dem Fair Value (einem auf einen Marktpreis abstellenden Bewertungsmaßstab) bewertet. Ein wesentlicher Anwendungsbereich des Fair Value ist die Bewertung von Finanzinstrumenten. Es stellt sich deshalb die Frage, welche Auswirkungen die aktuellen Marktverwerfungen auf die Bewertung von Finanzinstrumenten mit dem Fair Value besitzen. Des Weiteren ist zu bedenken und zu prüfen, welche weiteren Konsequenzen sich aus der derzeitigen Marktlage, insbesondere im Hinblick auf Wertminderungen, für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten ergeben können. (PDF 0,28 MB)

Die wirtschaftlichen Herausforderungen der Pandemie haben verschiedene Folgen für die Rechnungslegung, die Berichterstattung sowie die Prüfung der Jahres- und Konzernabschlüsse und (Konzern-)Lageberichte der betroffenen Unternehmen. Vor allem auch die Angaben im Anhang sowie die Berichterstattung im Lagebericht werden bei der weit überwiegenden Mehrheit der Unternehmen betroffen sein. Für betroffene Unternehmen wird eine Berichtspflicht bereits für den Jahresabschluss zum 31.12.2019 oftmals unausweichlich sein. (PDF 0,27 MB)

Kurzinformation Corona Liquidität (03/2020)

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, welche der Gesetzgeber teilweise auch kurzfristig geschaffen hat. Diese reichen von flexiblem Kurzarbeitergeld über Liquiditätshilfen durch Steuerstundungen bis hin zu Überbrückungskrediten und weiteren staatlichen Fördermaßnahmen. Die betroffenen Unternehmen müssen nun den nötigen Liquiditätsbedarf objektiv und transparent ermitteln und die geschaffenen Möglichkeiten ausnutzen, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. (PDF 0,29 MB)

Kurzinformation Corona Änderung Gewinnverwendungsvorschlag (03/2020)

In schnelllebigen Krisenzeiten überschlagen sich oftmals die Ereignisse. Nichts Anderes gilt auch aktuell für die Unsicherheiten in der Wirtschaft hinsichtlich der Abschätzung der nachhaltigen bzw. langfristigen Auswirkungen infolge des Corona-Virus. Zunehmend gehen Unternehmen daher dazu über, Liquidität zu sichern. Deshalb kann es schnell dazu kommen, dass eine noch zuvor geplante Ausschüttung vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse nun nicht mehr vorgenommen werden soll. Sofern nun abweichend vom testierten Ergebnisverwendungsvorschlag nach § 285 Nr. 34 HGB eine andere Gewinnverwendung (z.B. Thesaurierung statt bisher geplanter Ausschüttung) erfolgen soll, stellt sich die Frage, ob dies bzw. unter welchen Voraussetzungen dies möglich ist. (PDF 0,27 MB)

Kurzinformation Corona-Virus Steuerliche Erleichterungen (03/2020)

Die bereits in unserem letzten Newsletter vom 17.03.2020 skizzierten steuerlichen Erleichterungen für Unternehmen wurden zwischenzeitlich von der Finanzverwaltung (Bund/Länder) in einem BMF-Schreiben bzw. einem Erlass konkretisiert. Weitere Maßnahmen im Bereich des Steuerrechts und Sozial-
versicherungsrechts sind auf den Weg gebracht oder zumindest angekündigt. (PDF 0,38 MB)

Kurzinformation Corona-Virus Rechnungslegung, Berichterstattung, Bewertung (03/2020)

Zur Sicherstellung eines der aktuellen Situation angemessenen und effektiven Risikomanagements gilt es, dessen typische Aufgaben – die Identifikation, Bewertung, Kommunikation und Steuerung von Risiken – entsprechend anzureichern und zu erweitern. Im Rahmen dieses Risikomanagementkreis-
laufs haben Risikomanager zudem häufig Zusatzaufgaben wahrzunehmen bzw. zu begleiten, wie bspw. ein Business Continuity Management (BCM), Ad hoc-Meldungen, Outsourcing-Management, Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken, Gestaltung einer Risikokultur und auch Mitarbeiterverantwortung. (PDF 0,30 MB)

Kurzinformation Corona Impairment Test (03/2020)

Für bilanzierende Unternehmen, unabhängig davon, ob die Rechnungslegung nach IFRS oder HGB erfolgt, tangiert die Corona-Krise eine Vielzahl von Bilanzierungssachverhalten, die eine zeitnahe Auseinandersetzung damit erfordern. (PDF 0,30 MB)

Kurzinformation Corona-Virus Arbeitsrecht (03/2020)

22.03.2020

Fördermittel in den 16 Bundesländern - Vermeidung Insolvenzantragspflicht - Auch Bundesländer gewähren Hilfsmittel

Das bereits in unserer Mitteilung vom 16. März 2020 angesprochene Gesetzgebungsverfahren zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Unternehmen in „Corona-bedingter Schieflage“ soll Presseberichten zufolge ab der 13. KW eingeleitet werden. (PDF 0,34 MB)

Kurzinformation Corona-Virus Lieferkette (03/2020)

18.03.2020

Infiziert: Das Virus in der Lieferkette - Auswirkungen von Covid-19 auf Lieferbeziehungen

Für Unternehmen, die in den (internationalen) Liefer- und Warenverkehr eingebunden sind, kann das zu erheblichen Problemen führen. Kunden können nicht beliefert werden, weil Produkte infolge der Covid-19-Pandemie nicht mehr produziert werden oder Vorlieferanten ihrerseits nicht liefern, Kunden wollen
sich von Bestellungen lösen, weil ihnen ihrerseits Kunden abspringen. Über die Rechtslage bei solchen Leistungsstörungen infolge von Covid-19 geben wir nachfolgend einen Überblick. (PDF 0,29 MB)

Kurzinformation Corona-Virus Arbeitsrecht (03/2020)

16.03.2020

Das Corona-Virus aus arbeitsrechtlicher Sicht für Unternehmen

Kann der Arbeitgeber seine Mitarbeiter in derartigen Ausnahmesituationen einfach ins Homeoffice schicken? Dies und weitere arbeitsrechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus sollen aus Arbeitgebersicht näher beleuchtet werden. (PDF 0,27 MB)

Kurzinformation Corona-Virus Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld (03/2020)

17.03.2020

Kurzarbeit in Zeiten der Corona-Krise

Viele Unternehmen denken hierbei direkt an Kurzarbeit und das Kurzarbeitergeld (nachfolgend „Kug“), haben sich diese nicht zuletzt bereits während der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 als probates Mittel zur Hilfe für Unternehmen herausgestellt. In diesem Zusammenhang hat der Bundestag im Eilverfahren am letzten Freitag auch das Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld (KUGErmG) beschlossen, welches bereits am 15.03.2020 in Kraft getreten ist. (PDF 0,3 MB)

Kurzinformation Corona-Virus Rechnungslegung, Berichterstattung, Bewertung (03/2020)

18.03.2020

Auswirkungen auf Rechnungslegung, Berichterstattung und Unternehmensbewertung

Aus handelsrechtlicher Sicht entscheidend für die bilanzielle Einbeziehung der Folgen des Corona-Virus nach dem Abschlussstichtag ist, ob ein wertaufhellendes oder wertbegründendes Ereignis vorliegt. (PDF 0,28 MB)

Kurzinformation Corona-Virus Fördermittel (03/2020)

17.03.2020

Fördermittel und Aussetzung der Insolvenz-Antragspflicht als Mittel zur Krisenbewältigung

Die Bayerische Staatsregierung hat u.a. am 16.03.2020 einen aus drei Maßnahmen bestehenden „bayerischen Schutzschirm“ angekündigt, um die Liquidität der Unternehmen zu erhalten und eine Insolvenz zu vermeiden. (PDF 0,36 MB)

Kurzinformation Corona-Virus Steuerliche Erleichterungen (03/2020)

17.03.2020

Steuerliche Erleichterungen für Unternehmen in der Corona-Krise

Die derzeitige Corona-Pandemie hat immense Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und auch bereits ganz konkret für eine Vielzahl von Unternehmen jedweder Größe in Deutschland. Die Bundesregierung hat deshalb die Errichtung eines Schutzschirms angekündigt, der neben arbeitsrechtlichen Maßnahmen maßgeblich steuerliche Liquiditätshilfen und Milliarden-Hilfsprogramme für Betriebe und Unternehmen umfasst. (PDF 0,29 MB)


Short note Corona-Virus Short-time work (03/2020)

What changes will the new law (KUGErmG - Act on the Temporary Crisis-Related Improvement of the Regulations Governing Short-Time Work Allowance) bring about and under which circumstances can a company now introduce shorttime work and obtain the short-time work allowance? What must be observed here? Answers to these and other questions are provided in the following guideline. (PDF 0,30 MB)

In such exceptional circumstances can I as employer simply compel my employees to work from home? This and other employment law questions in connection with the coronavirus will be examined in more detail from an employer's perspective. (PDF 0,36 MB)


Die wichtigsten Fragen für Sie beantwortet

Welche steuerlichen Erleichterungen gibt es für Unternehmen in der Corona-Krise?

Gem. einem BMF-Schreiben und einem gleichlautenden Erlass der Länder vom 19.03.2020 können unmittelbar und nicht unerheblich durch die Corona-Krise betroffene Steuerpflichtige für bis zum 31.12.2020 fällige oder fällig werdende Einkommen- und Körperschaftsteuer Anträge auf Steuerstundung stellen. Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen sollen keine strengen Anforderungen gestellt werden, zudem soll auf Stundungszinsen verzichtet werden.

Darüber hinaus können Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Gleiches gilt für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. Die Steuervorauszahlungen sollen unkompliziert und schnell herabgesetzt werden können, sobald feststeht, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden als vor der Corona-Pandemie erwartet.

Bezüglich der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie der Umsatzsteuer soll bis zum 31.12.2020 auf die Vollstreckung von überfälligen Steuerschulden verzichtet werden. Des Weiteren sollen Säumniszuschläge, die in dieser Zeit gesetzlich anfallen, erlassen werden.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Kann die Möglichkeit der Steuerstundung auch für die Lohnsteuer und Kapitalertragsteuer zur Anwendung kommen?

Ausdrücklich und per Gesetz ist die Lohnsteuer als besondere Erhebungsform der Einkommensteuer von der Möglichkeit der Stundung ausgenommen. Gleiches gilt zudem für die Kapitalertragsteuer. Nach allgemeinen Vorschriften besteht hier jedoch die Möglichkeit, einen Antrag auf Vollstreckungsaufschub beim Finanzamt einzureichen.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Welche steuerlichen Erleichterungen gelten im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer?

Denjenigen Unternehmen, die aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in diesem Jahr fällige Umsatzsteuerzahlungen nicht leisten können, wird auf Antrag eine befristet und grundsätzlich zinsfreie Stundung gewährt sowie auf die Vollstreckung von überfälligen Umsatzsteuerschulden bis zum Ende des Jahres 2020 verzichtet. Etwaige Säumniszuschläge, die in dieser Zeit gesetzlich anfallen, können erlassen werden. Des Weiteren gewähren einzelne Bundesländer (darunter Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen) den besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen die Möglichkeit, die (bereits geleistete) Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer für das Jahr 2020 auf Antrag teilweise oder vollständig herabzusetzen und bereits geleistete Umsatzsteuersondervorauszahlungen zurückzahlen zu lassen. Die gewährte Dauerfristverlängerung bleibt dabei bestehen.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Gelten auch im Zusammenhang mit Verspätungszuschlägen Erleichterungsmaßnahmen?

Im Hinblick auf die Erhebung von Verspätungszuschlägen bestehen derzeit keine Erleichterungen. Diese können somit nur durch Fristverlängerungsanträge verhindert werden. Es ist aktuell davon auszugehen, dass über solche Anträge ebenfalls wohlwollend entschieden wird.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Besteht die Möglichkeit, Sozialversicherungsbeiträge stunden zu lassen?

Gem. § 76 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 SGB IV besteht die Möglichkeit, die Stundung der (Gesamt-)Sozialversicherungsbeiträge zu beantragen, wenn die Einziehung zu erheblichen Härten bei dem Unternehmen führt und der Anspruch durch die Stundung nicht gefährdet wird. Zudem können für von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich betroffene Unternehmen und Betriebe auf Antrag die bereits fällig gewordenen oder noch fällig werdenden Beiträge zunächst für die Monate März 2020 bis Mai 2020 zinslos und ohne Sicherheitsleistung stunden lassen. Stundungen sind zunächst längstens bis zum Fälligkeitstermin für die Beiträge des Monats Juni 2020 zu gewähren. Die Stundung setzt jedoch die vorrangige Inanspruchnahme der Entlastungsmöglichkeiten im Bereich der Kurzarbeit voraus.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Wie können Risiken für ein Unternehmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie identifiziert werden?

In Bezug auf die Identifikation von Risiken und die Generierung von Informationen kann auf medizinische und fachliche Informationen zur aktuellen Lage sowie auf behördliche Anordnungen zurückgegriffen werden. Des Weiteren können unternehmens- und länderspezifische Informationen genutzt sowie unternehmenseigene Informationen herangezogen werden. Nach der Sammlung aller relevanten Informationen sollten die Ergebnisse konsolidiert, individuell gewürdigt und aufbereitet und daraus konkrete Risiken für das eigene Unternehmen abgeleitet werden.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Wie können Risiken im Rahmen des Corona-Virus bewertet werden?

Wirtschaftliche Risiken durch die Auswirkungen des Corona-Virus, bspw. durch eine geringere Nachfrage oder ein geringeres Angebot, müssen bestmöglich quantifiziert werden. Zudem können Stress-Tests sowie Worst-Case-Szenarien geprüft, angepasst und kommuniziert werden. Im Rahmen einer qualitativen Bewertung von Risiken können z.B. einfache Skalenabfragen angewandt werden. Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie muss die Risikobewertung stets überwacht und bei Bedarf angepasst werden.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Wie sind Risiken, die aus der Corona-Pandemie erwachsen, zu kommunizieren?

Bei der Kommunikation von Risiken sind die Kommunikationswege, der Empfänger der Information und die Art und Weise der Kommunikation von Bedeutung. Geeignet sind kurze und zugleich schnelle und direkte Kommunikationswege zur Geschäftsführung, den Mitarbeitern, Kunden, Stakeholdern und anderen Unternehmen. Des Weiteren bietet es sich an, eine Task Force aufzustellen und tägliche Abstimmungsrunden z.B. per Videokonferenz einzurichten, um kontinuierlich wichtige Informationen austauschen und schnelle Entscheidungen treffen zu können.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Welche Maßnahmen zur Risikosteuerung können während der Corona-Pandemie zur Anwendung kommen?

In der aktuellen Situation ist es für Unternehmen von besonderer Bedeutung, die Mitarbeiter und Stakeholder zu schützen und den langfristigen Betrieb des Unternehmens sicherzustellen. Mögliche Maßnahmen zur Risikosteuerung in diesem Zusammenhang sind bspw. das Betreiben eines aktiven Austauschs mit anderen Unternehmen zu getroffenen Maßnahmen, die regelmäßige Information der Mitarbeiter und Kunden, die Definition der wichtigsten Prozesse und Sicherstellung der Notfallkonzepte sowie die Einstellung von nicht dringend benötigten Arbeitsprozessen zur Ressourcenschonung und Risikovermeidung.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf Impairment Tests nach IFRS?

Die Corona-Krise hat für bilanzierende Unternehmen weitreichende Auswirkungen auf die Rechnungslegung. Insbesondere für die am Kapitalmarkt nach IFRS bilanzierenden Unternehmen stellt sich daher die Frage nach dem Erfordernis einer zeitnahen Durchführung eines Impairment Tests nach IAS 36. Die entsprechenden Voraussetzungen für einen solchen unterjährigen Wertminderungstest dürften aktuell in den meisten Fällen zu bejahen sein. Nach IAS 34.28 haben Unternehmen auch bei Quartals- und Halbjahresabschlüssen einzuschätzen, ob ein „triggering event“ dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Damit besteht für zahlreiche Unternehmen bereits jetzt und nicht erst mit Ablauf des Geschäftsjahrs Handlungsbedarf.

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Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Cashflows aus, die für Impairment Tests nach IFRS zu bestimmen sind?

Unternehmen müssen möglichst zeitnah abschätzen, inwiefern bestehende Cashflow-Prognosen anzupassen sind. In diesem Zusammenhang müssen u.a. umfassende Analysen der Lieferantenbeziehungen, der Kunden und nicht zuletzt der makroökonomischen Auswirkungen der Krise erfolgen. Basierend auf den aktuellen Einschnitten müssen für die Prognose auch die Folgewirkungen der Corona-Krise bestmöglich geschätzt werden.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Hat die Corona-Pandemie auch Auswirkungen auf die Ermittlung der Kapitalkosten im Rahmen von Impairment Tests nach IFRS?

Neben der Prognose der Cashflows sind auch bezüglich der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC) Analysen erforderlich, ob die zunehmenden Volatilitäten am Markt dazu führen, dass bspw. Betafaktoren zur Messung des systematischen Risikos einer Peer-Group stärker schwanken als noch vor wenigen Wochen. Zusätzlich sollten auch intensive Überlegungen zu möglichen Insolvenzrisiken, Länderrisiken und Währungsrisiken Eingang in die Bewertung finden. Es ist davon auszugehen, dass die Kapitalmärkte nachhaltig von der Corona-Krise geprägt sein werden.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Welche Schutzschirme bieten die einzelnen Bundesländer?

Neben der Bundesregierung haben auch die einzelnen Bundesländer diverse Unterstützungsmaßnahmen zur Liquiditätssicherung und weitreichende Rettungspakete für die Wirtschaft in die Wege geleitet.

Nähere Informationen zu den getroffenen Maßnahmen in den jeweiligen Bundesländern (Stand: 21.03.2020) finden Sie unter:

Unter welchen Voraussetzungen kann auf die Stellung eines Insolvenzantrags nun verzichtet werden?

Der Gesetzgeber hat Maßnahmen ergriffen, um die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen in „Corona-bedingter Schieflage“ auszusetzen.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Kann sich ein Lieferant bei Störungen der Lieferkette auf „höhere Gewalt“ berufen?

Sowohl auf der Warenausgangs- als auch der Wareneingangsseite richtet sich die rechtliche Beurteilung der Leistungsstörungen infolge des Corona-Virus vorrangig nach den vertraglichen Vereinbarungen mit dem Kunden bzw. Lieferanten. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Höhere Gewalt-Klauseln (Force-Majeur-Klauseln) von Bedeutung. Ob die Covid-19-Pandemie höhere Gewalt im Sinne einer solchen Klausel ist, hängt zunächst davon ab, ob die Klausel die Fälle Höherer Gewalt abschließend regelt. Falls ja, ist zu prüfen, ob eine Virus-Pandemie erfasst ist, z.B. durch Erwähnung von Epidemien. Ist die Klausel nicht abschließend, ist im Wege der Auslegung zu ermitteln, ob Covid-19 als höhere Gewalt im Sinne der jeweiligen Klausel anzusehen ist. Da der Ausbruch des Covid-19-Virus in Deutschland seit dem 01.02.2020 als Epidemie eingestuft wird, ist es wahrscheinlich, dass ein Fall höherer Gewalt vorliegt.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Wie kann man sich rechtlich absichern, wenn man nicht an seine Kunden liefern kann, weil man selbst nicht beliefert wird?

Kann ein Unternehmen eine Lieferpflicht nicht erfüllen, weil es selbst nicht beliefert wird, kann ein sogenannter Selbstbelieferungsvorbehalt im Vertrag mit dem Kunden helfen. In solchen Klauseln wird in unterschiedlichen Ausgestaltungen geregelt, dass ein Unternehmen von der eigenen Lieferpflicht befreit ist, wenn es seinerseits nicht beliefert wird.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Welche rechtlichen Konsequenzen drohen, wenn Verträge mit Kunden bzw. Lieferanten keine Höhere Gewalt- oder Selbstbelieferungsklauseln beinhalten?

Sind die vorgenannten vertraglichen Regelungen nicht im Vertrag mit dem Kunden bzw. Lieferanten vereinbart, ist insbesondere in internationalen Lieferbeziehungen das UN-Kaufrecht von Bedeutung. Dies gilt bei Verträgen nach deutschem Recht immer dann, wenn die Geltung des UN-Kaufrechts nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. In dessen Art. 79 CISG ist für den Fall der Nichterfüllung einer Lieferpflicht aufgrund höherer Gewalt geregelt, dass die Partei für die Dauer ihres Hinderungsgrunds von ihrer Leistungspflicht befreit ist, sie wegen der durch höhere Gewalt verhinderten Leistung keinen Schadenersatz zu leisten hat, jedoch die andere Partei innerhalb einer angemessenen Frist, nachdem sie von dem Hinderungsgrund Kenntnis erlangt hat oder hätte erlangen müssen, über diesen und dessen Auswirkungen auf ihre Erfüllungsfähigkeit informieren muss. Art. 79 CISG allein sieht jedoch keine Möglichkeit zur endgültigen Lösung vom Vertrag durch Kündigung oder Rücktritt vor.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Welche rechtlichen Konsequenzen resultieren aus Verträgen mit Kunden und Lieferanten, wenn diese keine Höhere Gewalt- oder Selbstbelieferungsklauseln beinhalten und auch das UN-Kaufrecht nicht gilt?

In diesem Fall können die Regelungen zur Unmöglichkeit nach deutschem Zivilrecht greifen. Ist einer Vertragspartei die Erfüllung einer Leistungspflicht infolge der Corona-Pandemie unmöglich, ist die Partei von der betroffenen Leistungspflicht befreit, bei nur vorübergehender Unmöglichkeit beschränkt auf deren Dauer. Das Vertragsverhältnis wird in diesem Fall aber nicht ganz beendet. Auch hier muss jeweils anhand der konkreten Umstände des Einzelfalls geprüft werden, ob tatsächlich eine Unmöglichkeit im Rechtssinne vorliegt. Insoweit ist etwa zu berücksichtigen, ob es dem Lieferanten, nötigenfalls auch unter Mithilfe Dritter, möglich wäre, die geschuldeten Waren beispielsweise aus alternativen Quellen zu beschaffen. Bestehen alternative Beschaffungsmöglichkeiten, schließt dies bis zur Grenze der Unzumutbarkeit das Vorliegen einer Unmöglichkeit im Rechtssinne aus.

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Kennt das deutsche Zivilrecht neben den Regelungen zur Unmöglichkeit weitere Regelungen, die ein Unternehmen von seiner Lieferpflicht befreien können?

Auch die Regelung zur Störung der Geschäftsgrundlage kann im Fall von Leistungshindernissen infolge der Corona-Pandemie zur Anwendung kommen. Hierbei kommt eine Vertragsanpassung oder –aufhebung in Betracht, wenn einer Vertragspartei ein unverändertes Festhalten am Vertrag nicht mehr zugemutet werden kann, weil unvorhersehbare Umstände außerhalb des Risiko- und Einflussbereichs der Parteien zu einem krassen Missverhältnis der gegenseitigen Leistungspflichten führen.

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Muss die Corona-Pandemie im Jahresabschluss zum 31.12.2019 berücksichtigt werden?

Entscheidend für die bilanzielle Einbeziehung der Folgen des Corona-Virus nach dem Abschlussstichtag ist aus handelsrechtlicher Sicht, ob es sich um ein wertaufhellendes oder wertbegründendes Ereignis handelt. Ein wertbegründendes Ereignis liegt vor, wenn die Ursache eines bilanziellen Sachverhalts erst nach dem Abschlussstichtag aufgetreten ist. Wertbegründende Ereignisse sind erst in der Folgeperiode zu berücksichtigen. Ereignisse, deren Ursache bereits vor dem Abschlussstichtag angelegt war, die aber erst zwischen Abschlussstichtag und Aufstellungsdatum des Abschlusses bekannt geworden sind, werden als wertaufhellende Ereignisse bezeichnet. Das IDW hat die Folgen rund um das Corona-Virus als wertbegründendes Ereignis klassifiziert, wodurch sich keinerlei bilanzielle Folgen in Bilanz und GuV zum 31.12.2019 ergeben. Im (Konzern-)Anhang des handelsrechtlichen Abschlusses zum 31.12.2019 ist über das Corona-Virus jedoch entsprechend zu berichten, sofern ein „Vorgang von besonderer Bedeutung“ nach § 285 Nr. 33 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB vorliegt.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Ist die Corona-Pandemie in den (Konzern-)Lagebericht zum 31.12.2019 aufzunehmen?

Es ist im Einzelfall zu prüfen, ob die Auswirkungen des Corona-Virus bereits in den (Konzern-)Lagebericht, bspw. in den Risikobericht, für ein am 31.12.2019 endendes Geschäftsjahr aufzunehmen sind. Dies wäre u.a. dann notwendig, wenn die Risikolage durch das Weglassen entsprechender Erläuterungen unzutreffend dargestellt ist.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Muss im Anhang des handelsrechtlichen Jahresabschlusses zum 31.12.2019 über die Corona-Pandemie berichtet werden?

Im (Konzern-)Anhang des handelsrechtlichen Jahresabschlusses zum 31.12.2019 ist über die Corona-Pandemie zu berichten, sofern ein „Vorgang von besonderer Bedeutung“ gem. § 285 Nr. 33 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB vorliegt. Trifft dies zu, sind im sog. Nachtragsbericht die Art und die finanziellen Auswirkungen des Vorgangs anzugeben. Zudem ist in dem Fall, dass eine wesentliche Unsicherheit an der Fortführung des Unternehmens besteht, hierüber im Nachtragsbericht zu berichten. Es ist im Einzelfall zu prüfen, ob ein solcher Vorgang vorliegt.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Welche Auswirkungen ergeben sich durch die Corona-Pandemie auf die Prognose- sowie die Risiko- und Chancenberichterstattung in (Konzern-)Lageberichten zum 31.12.2019?

Im Lagebericht sind auch solche Erkenntnisse und Ereignisse zu berücksichtigen, die zwischen der Aufstellung des Lageberichts und der Erteilung des Bestätigungsvermerks erlangt werden. Eine Berichtspflicht besteht immer dann, wenn die möglichen weiteren Entwicklungen zu negativen Abweichungen von Prognosen oder Zielen des Unternehmens führen können, es sich dabei um ein wesentliches Einzelrisiko handelt und andernfalls kein zutreffendes Bild von der Risikolage des Konzerns vermittelt wird. Insbesondere ist über bestandsgefährdende Risiken zu berichten. Sofern die aktuelle Pandemiesituation bereits zu einer geänderten Erwartung des Unternehmens zu prognostizierten Leistungsindikatoren geführt hat, ist dies entsprechend in den Prognosebericht aufzunehmen.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Muss über in Anspruch genommene Unterstützungsmaßnahmen berichtet werden?

Nach Auffassung des IDW sind bei der Beurteilung der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, der bei der Bewertung von Aktiv- und Passivposten erforderlichen Prognosen sowie bei Prognosen im Lagebericht konkretisierte und belastbare Aussagen der Bundesregierung bzw. der Landesregierungen zur Durchführung von Stützungsmaßnahmen und zur Gewährung von öffentlichen Unterstützungsleistungen bereits entsprechend zu berücksichtigen. Dies gilt auch dann, wenn hierfür zum Zeitpunkt der Erteilung des Bestätigungsvermerks noch erforderliche rechtliche Schritte ausstehen, aber deren Umsetzung erwartet werden kann. Die Berücksichtigung solcher Maßnahmen ist im Anhang bzw. Lagebericht zu erläutern.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Droht ein Ordnungsgeld, wenn ein Konzernabschluss aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus verspätet offengelegt wird?

Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht müssen innerhalb von zwölf Monaten, bei kapitalmarktorientierten Unternehmen innerhalb von vier Monaten, nach Ablauf des Konzerngeschäftsjahrs offengelegt werden. Die Offenlegung ist notfalls über die Festsetzung von Ordnungsgeldern zu erzwingen. Bei einer unverschuldeten Behinderung hinsichtlich der Erfüllung der Offenlegungspflicht ist auf entsprechenden Antrag beim Bundesamt für Justiz eine Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand zu gewähren. Wenn die verspätete Offenlegung des Konzernabschlusses auf durch das Corona-Virus ausgelöste und unvorhersehbare Folgen zurückzuführen ist, sollte nach der Ansicht des IDW eine solche unverschuldete Behinderung vorliegen.

Weitergehende Informationen finden Sie unter:

Welche Konsequenzen drohen, wenn die Reporting Packages für den Konzern von Tochtergesellschaften aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus nicht zur Verfügung gestellt werden?

In diesem Fall kommt die Anwendung des Konsolidierungswahlrechts nach § 296 Abs. 1 Nr. 2 HGB in Betracht, das in Anspruch genommen werden darf, wenn die für die Aufstellung des Konzernabschlusses erforderlichen Angaben nicht ohne unverhältnismäßig hohe Kosten oder unangemessene Verzögerungen erlangt werden können. Dies sieht das IDW im Einzelfall als erfüllt an, wenn die Reporting Packages für den Konzern aufgrund der Auswirkungen der Ausbreitung des Corona-Virus nicht oder nur mit erheblicher Verzögerung an das Mutterunternehmen geliefert werden können, bspw. wegen des Ausfalls von Personal im Rechnungswesen des jeweiligen Tochterunternehmens oder aufgrund eines „Lockdowns“ im Sitzland der Tochtergesellschaft.

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Wie ist bei der Equity-Bewertung vorzugehen, wenn aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus kein aktueller Jahresabschluss eines assoziierten Unternehmens vorliegt?

Sofern bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch kein aktueller Jahres- bzw. Konzernabschluss des assoziierten Unternehmens zur Verfügung gestellt werden kann, ist es im Ausnahmefall zulässig, die Equity-Bewertung ausgehend vom letzten verfügbaren, also dem im Vorjahr schon verwendeten, Jahres- bzw. Konzernabschluss vorzunehmen. Die Fortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen umfasst dann die dem Mutterunternehmen bekannten Kapitalveränderungen wie Einlagen, Kapitalrückzahlungen oder im Geschäftsjahr vereinnahmte Ausschüttungen vom assoziierten Unternehmen sowie die planmäßige und ggf. außerplanmäßige Fortschreibung der im Equity-Wertansatz enthaltenen stillen Reserven und Lasten sowie Unterschiedsbeträge. Die Fortschreibung um das aktuelle Jahresergebnis des assoziierten Unternehmens wird dann ausgesetzt, bis die entsprechenden Informationen wieder verfügbar sind.

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Muss ein Geschäfts- oder Firmenwert aufgrund der Auswirkungen der Ausbreitung der Corona-Pandemie abgeschrieben werden?

DRS 23.126 nennt als Anhaltspunkte, die für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung und damit einen Wertberichtigungsbedarf beim Geschäfts- oder Firmenwert sprechen, u.a. substanzielle Hinweise, dass die zu erwartende Ertrags- oder Kostenentwicklung des Tochterunternehmens schlechter ist oder sein wird als erwartet. Ebenfalls aufgeführt werden signifikante Veränderungen mit nachteiligen Folgen für das Unternehmen im technischen, marktbezogenen, ökonomischen, rechtlichen oder gesetzlichen Umfeld des Unternehmens, die eingetreten sind oder eintreten werden, sowie der Wegfall von (Teil-)Märkten, der den Absatz wesentlicher Erzeugnisse verringert. Die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie können dazu führen, dass oben genannte Anhaltspunkte vorliegen und einem möglicherweise bestehenden Wertminderungsbedarf durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung zu tragen ist.

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Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Unternehmensbewertung?

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie können noch nicht vollumfänglich abgesehen werden. Sie werden zudem stets unternehmens- und auch branchenindividuell zu beurteilen sein. Unternehmensbewertungen werden sicherlich davon beeinflusst sein, eine pauschale Aussage hierzu ist nicht möglich.

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Erhält der Arbeitnehmer bei Corona-Erkrankung oder Quarantäne weiterhin Lohn?

Ist der Arbeitnehmer aufgrund des Corona-Virus arbeitsunfähig erkrankt, erhält er gem. § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für maximal sechs Wochen, sofern arbeits- oder tarifvertraglich keine abweichenden Vereinbarungen bestehen. Dies ist jedoch nach herrschender Meinung anders zu beurteilen, wenn nach § 31 S. 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG) ein berufliches Tätigkeitsverbot angeordnet worden ist, denn dann erhält der Arbeitgeber bereits eine staatliche Entschädigung nach § 56 Abs. 1 IfSG. Die Entgeltfortzahlung nach dem EFZG ist dann verdrängt.

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Kann der Arbeitgeber Homeoffice einseitig anordnen?

Grundsätzlich überschreitet die arbeitgeberseitige Anordnung, vom Büroarbeitsplatz im Betrieb ins Homeoffice zu wechseln, das Weisungsrecht des Arbeitgebers nach § 106 S. 1 GewO. Die nebenvertragliche Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gebietet jedoch, dass Schutzmaßnahmen zugunsten des Arbeitnehmers ergriffen werden, gerade auch in Fällen, in denen bereits Krankheitsfälle im Kollegenkreis vorgekommen sind. Unter diese Schutznahmen könnte wohl auch ein zwangsangeordnetes Homeoffice fallen. In jedem Fall kann der Arbeitgeber mit seinen Mitarbeitern noch eine entsprechende vertragliche Vereinbarung zum Homeoffice treffen oder eine Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat abschließen.

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Dürfen Arbeitnehmer aus Angst vor einer Infektion nicht zur Arbeit erscheinen?

Arbeitnehmer müssen zur Arbeit erscheinen, solange keine realistische Ansteckungsgefahr im Betrieb durch infizierte Kollegen besteht. Bei Nichterscheinen von Arbeitnehmern kommen zunächst Abmahnungen, im Wiederholungsfall auch eine Kündigung in Betracht. In diesen Fällen ist der Arbeitgeber auch nicht verpflichtet, dem Arbeitnehmer seinen Lohn zu zahlen.

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Können Arbeitnehmer ohne Einschränkungen auf Dienstreise geschickt werden?

Seit dem 15.03.2020 rät das Auswärtige Amt von nicht notwendigen Reisen ins Ausland generell ab. Grundsätzlich sind Arbeitnehmer jedoch auch während einer Pandemie verpflichtet, ihre Arbeitsleistung zu erbringen und damit, soweit im Arbeitsvertrag vorgesehen, auf Verlangen des Arbeitgebers auch zu reisen. Dennoch wird der Arbeitgeber im Rahmen der nebenvertraglichen Fürsorgepflicht dazu angehalten sein, Dienstreisen derzeit möglichst auf ein Minimum zu reduzieren, um den Gesundheitszustand der Arbeitnehmer nicht zu gefährden. Die Anordnung von Dienstreisen in Länder, für die eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, des Robert-Koch-Instituts oder der WHO gilt, ist unwirksam.

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Welche Schutzmaßnahmen muss ich als Arbeitgeber treffen?

Der Arbeitgeber muss geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen, um seine Arbeitnehmer vor einer Infektion zu schützen und eine Ausbreitung im Betrieb zu verhindern. Hierzu gehören bspw. die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, die Aufklärung über Infektions- und Erkrankungsrisiken oder die Aufforderung zur Mitteilung über Reisen in Risikogebiete. Sollte es zu einer Infektion innerhalb der Belegschaft kommen, ist das Gesundheitsamt zu informieren, welches seinerseits berufliche Tätigkeitsverbote aussprechen oder eine Quarantäne verhängen kann.

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Unter welchen Voraussetzungen wird Kurzarbeitergeld an Arbeitnehmer gezahlt?

Der Anspruch auf die Gewährung von Kurzarbeitergeld ergibt sich aus §§ 95 bis 99 Drittes Sozialgesetzbuch (SGB III), wenn die folgenden vier Voraussetzungen vorliegen: Es liegt ein erheblicher Arbeitsausfall mit Entgeltausfall vor, die betrieblichen Voraussetzungen sind erfüllt, die persönlichen Voraussetzungen sind erfüllt und der Arbeitsausfall wurde angezeigt.

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Wie kann ein Unternehmen Kurzarbeit einführen?

Die Einführung von Kurzarbeit ist als Vorstufe zwingend für die Beantragung von Kurzarbeitergeld. Die Anordnung von Kurzarbeit ist nicht vom allgemeinen Weisungsrecht des Arbeitgebers nach § 106 S. 1 Gewerbeordnung gedeckt, es bedarf daher einer speziellen Rechtsgrundlage. Hierbei kommen Kurzarbeitsklauseln in Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen und einzelvertragliche Vereinbarungen in Betracht.

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Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld und wie lange wird es gezahlt?

Das Kurzarbeitergeld berechnet sich nach dem Nettoentgeltausfall. Damit erhalten die betroffenen Arbeitnehmer grundsätzlich 60 % des durch die Kurzarbeit entgangenen pauschalierten Nettoentgelts des Monats, in dem der Arbeitsausfall erfolgt ist, bis zur Höhe der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze. Lebt mindestens ein Kind im Haushalt des Arbeitsnehmers, erhöht sich dieses auf 67 %. Das Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, jedoch beitragspflichtig in der Sozialversicherung. Das Kurzarbeitergeld wird höchstens für zwölf Monate gewährt, kann jedoch auf bis zu 24 Monate verlängert werden.

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Wie wird Kurzarbeitergeld beantragt und welche Fristen sind zu beachten?

Kurzarbeitergeld wird durch den Arbeitgeber oder die Betriebsvertretung beantragt. Auch die Zahlungsabwicklung gegenüber dem Arbeitnehmer erfolgt durch den Arbeitgeber. Der erhebliche Arbeitsausfall ist zunächst der zuständigen Agentur für Arbeit anzuzeigen. Auf diese Anzeige ergeht ein Grundlagenbescheid der Agentur für Arbeit, mit welchem das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen für Kurzarbeitergeld festgestellt oder abgelehnt wird. Danach muss der eigentliche Antrag auf Kurzarbeitergeld für die betroffenen Arbeitnehmer innerhalb einer Ausschlussfrist von drei Monaten (beginnend mit dem Ablauf des Monats, für den Kurzarbeitergeld beantragt wird) gestellt werden.

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Welche Unterstützungsmaßnahmen können für Unternehmen aus dem bayerischen Schutzschirm resultieren?

Die bayerische Förderbank LfA erhält einen Bürgschaftsrahmen von bis zu EUR 500.000.000. Damit sollen Kredite von Hausbanken abgesichert werden. Die LfA kann auf diese Weise 80% bis 90% Prozent des Kreditrisikos der normalen Hausbanken auffangen.

Über den sogenannten Bayernfonds besteht zudem die Möglichkeit, dass der Staat befristet in mittelständische Unternehmen einsteigt, die kurz vor der Insolvenz stehen.

Zudem gibt es eine Soforthilfe für Betriebe, die besonders von der Corona-Krise betroffen sind, etwas aus der Gastronomie oder dem Tourismus. Die Soforthilfe bewegt sich zwischen EUR 5.000 und EUR 30.000. Diese ist unbürokratisch abzurufen und muss nicht zurückgezahlt werden.

Weitergehende Informationen (Stand: 16.03.2020) finden Sie unter:

Welche Möglichkeiten zur Deckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs hat die Bundesregierung geschaffen?

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und die Bürgschaftsbanken der Länder stellen Unternehmen, die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, kurzfristige Liquiditätshilfen zur Verfügung. Zu beachten ist, dass die betroffenen Unternehmen, Selbständigen und Freiberufler zur Nutzung dieses Angebots zunächst einen Antrag bei ihrer Hausbank oder einem Finanzierungspartner vor Ort stellen müssen, ein direkter Antrag bei der KfW oder den Landesbanken ist nicht möglich. Für Bestandsunternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind, sind der Unternehmerkredit und der Wachstumskredit der KfW vorgesehen. Junge Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind, können den ERP-Gründerkredit-Universell beantragen.

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Gibt es neben KfW-Krediten weitere Maßnahmen zur Liquiditätssicherung, die die Bundes- bzw. Landesregierungen bereitstellen?

Unternehmen haben auch die Möglichkeit, Bürgschaften für Betriebsmittel zu beanspruchen und können so eine Finanzierung des Liquiditätsbedarfs durch ihre Hausbanken erhalten. Diese Möglichkeit besteht jedoch nur für Unternehmen, die bis zur Corona-Krise tragfähige Geschäftsmodelle hatten. Eine kostenfreie Anfrage für Finanzierungsvorhaben bis zu EUR 2,5 Mio. kann über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. Sollte das Finanzierungsvorhaben über EUR 2,5 Mio. liegen, sind die Bürgschaftsbanken der jeweiligen Länder zuständig.

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Welche Hilfen werden für Kleinstunternehmen und Solo-Selbständige bereitgestellt?

Die finanziellen Soforthilfen für kleine Unternehmen gelten für alle Wirtschaftsbereiche sowie Solo-Selbstständige und Angehörige der freien Berufe mit bis zu zehn Beschäftigten. Im Einzelnen ist vorgesehen, dass es eine Einmalzahlung bis zu EUR 9.000 für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten gibt. Sollte ein Betrieb bis zu zehn Beschäftigte haben, hat dieser Anspruch auf eine Einmalzahlung von bis zu EUR 15.000 für einen Zeitraum von drei Monaten. Hierbei handelt es sich nicht um einen Kredit, sondern um einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Voraussetzung ist, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten erst in Folge der Corona-Pandemie entstanden sind.

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Sind die Folgen der Corona-Pandemie als bestandsgefährdende Risiken einzustufen, die Auswirkungen auf die Going-Concern-Annahme haben?

Die Einschätzung der Folgen der Corona-Pandemie auf die Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit kann nur unternehmensindividuell erfolgen. Beispielhaft nennt das IDW den Fall, dass durch den Einbruch der wesentlichen Absatzmärkte oder infolge von Personal- oder Lieferengpässen von Zulieferern das Unternehmen die Produktionstätigkeit vorübergehend ausgesetzt hat, als ein mögliches bestandsgefährdendes Risiko in Folge der globalen Ausbreitung des Corona-Virus.

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Wie ist ein Abschluss aufzustellen, wenn aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen werden kann?

Sollte aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie nicht mehr von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen werden können, ist der Abschluss unter Abkehr von der Going-Concern-Annahme aufzustellen. In diesem Fall sind die Regelungen des IDW RS HFA 17 anzuwenden. Dies betrifft bspw. die Bewertung unter Liquidationsgesichtspunkten. Die Frage, ob die Aufstellung eines Abschlusses unter Zugrundelegung der Going-Concern-Prämisse vertretbar ist oder nicht, hat stets unternehmensindividuell unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu erfolgen.

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Gibt es in Bezug auf die Frage zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit weitere Angabepflichten in Anhang und Lagebericht, auch wenn der Abschluss unter Zugrundelegung der Going-Concern-Prämisse aufgestellt wurde?

Wird der Abschluss (noch) zulässigerweise unter Zugrundelegung der Going-Concern-Prämisse aufgestellt, sind im Anhang möglicherweise bestehende wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fortführungsfähigkeit des Unternehmens aufwerfen können, zu berichten. Darüber hinaus ist hier auch der geplante Umgang mit diesen Risiken zu erläutern. Wird zusätzlich ein Lagebericht aufgestellt, müssen dort die bestandsgefährdenden Risiken thematisiert werden; im Anhang kann auf die entsprechenden Ausführungen verwiesen werden.

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Kann der testierte Gewinnverwendungsvorschlageiner AG aufgrund der Auswirkungen der Corona-Virus nachträglich noch geändert werden?

Der Vorstand einer AG ist grundsätzlich nicht an einen im Anhang des Jahresabschlusses formulierten Gewinnverwendungsvorschlag gebunden. Vielmehr kann er diesen, sofern er dies nach geänderten Rahmenbedingungen für angemessen hält, in abgeänderter Form dem Aufsichtsrat unterbreiten oder – sofern der ursprüngliche Gewinnverwendungsvorschlag bereits dem Aufsichtsrat vorgelegt wurde – in Absprache mit dem Aufsichtsrat modifizieren. Wenn der finale an die Hauptversammlung gerichtete Gewinnverwendungsvorschlag inhaltlich von dem im Anhang enthaltenen Vorschlag abweicht, so sind die Gründe hierfür im schriftlichen Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung darzustellen.

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Hat ein zum Anhang des testierten Jahresabschlusses einer AG abweichender Gewinnverwendungsvorschlag Einfluss auf den Bestätigungsvermerk des Jahresabschlusses?

Der dem Aufsichtsrat vorzulegende Gewinnverwendungsvorschlag unterliegt nicht der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Aus diesem Grund hat ein gegebenenfalls zum Anhang des testierten Jahresabschlusses abweichender Vorschlag, der vom Vorstand dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt wird, keinen Einfluss auf den Bestätigungsvermerk des Jahresabschlusses.

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Wie wirkt sich die Einschränkung des Kündigungsrechts der Vermieter bei „Corona-bedingten“ Mietschulden aus?

Die Neuregelung beschränkt das gesetzliche Recht des Vermieters, ein Mietverhältnis fristlos zu kündigen, wenn der Mieter mit zwei Monatsmieten in Rückstand ist. Durch die Modifikation des Gesetzes gilt, dass Mietschulden aus der Zeit vom 01.04.2020 bis 30.06.2020 bei der Berechnung der kündigungsrelevanten Schwelle außer Acht gelassen werden. Diese Mietschulden berechtigen damit nicht zur Kündigung durch einen Vermieter. Die neue Regelung greift allerdings nur, wenn die Nichtzahlung der Miete auf den Auswirkungen der Covid 19-Pandemie beruht und der Mieter diesen Zusammenhang glaubhaft macht.

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Wann muss der Mieter seine „Corona-bedingten“ Mietschulden begleichen?

Die Pflicht des Mieters, seine Miete pünktlich zu zahlen, wird durch die gesetzliche Neuregelung zur Einschränkung des Kündigungsrechts nicht berührt, sie bleibt unverändert bestehen. Auch in der Zeit vom 01.04.2020 bis zum 30.06.2020 werden die Mietzinsansprüche zum vereinbarten Termin fällig. Zahlt der Mieter nicht, gerät er in Verzug und schuldet Verzugszinsen; der gesetzliche Verzugszins beträgt derzeit 4,12 %, wenn mindestens ein Verbraucher beteiligt ist, ansonsten 8,12 %. Der Vermieter kann die Mietrückstände auch aus diesem Zeitraum zudem weiterhin einklagen. Ausgesetzt ist nur das Kündigungsrecht des Vermieters. Bis zum 30.06.2022 müssen die Mietzinsrückstände aus der Zeit vom 01.04.2020 bis 30.06.2020 ausgeglichen sein. Ansonsten kann der Vermieter hierauf (wieder) eine Kündigung stützen.

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Welche Vertragsverhältnisse werden von der Neuregelung im Mietrecht erfasst?

Die Neuregelung betrifft sämtliche Arten von Miet- und Pachtverhältnissen, unabhängig davon, ob es sich um solche über Wohnräume, gewerblich oder freiberuflich genutzte Räume oder Flächen handelt. Es findet auch keine Differenzierung in Bezug auf die Mieter bzw. Pächter statt. Erfasst sind gleichermaßen Miet- und Pachtverhältnisse mit Einzelpersonen, mittelständischen Unternehmen und Großunternehmen.

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Welche Auswirkungen ergeben sich durch die Corona-Krise auf die Bewertung von Finanzinstrumenten im IFRS-Abschluss?

Bei einem Aufstellungs- und Bewertungsstichtag zum 31.12.2019 sind die durch die Corona-Krise hervorgerufenen Marktbewegungen für den Jahresabschluss ohne Relevanz. Bei einem künftigen, auch unterjährigen Stichtag oder für das nachfolgende Geschäftsjahr können sich allerdings jahresabschlussrelevante Auswirkungen ergeben. Im Rahmen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten in einem IFRS-Abschluss dürften die Auswirkungen insbesondere bei der marktorientierten Fair-Value-Bewertung und bei der Ermittlung der Wertminderungen zu spüren sein.

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Wie sollte bei der Bilanzierung von Finanzinstrumenten mit den Auswirkungen der Corona-Krise umgegangen werden?

Die entsprechenden Verfahren sollten dahingehend geprüft werden, inwiefern diese die derzeitigen Marktentwicklungen angemessen abbilden. Zudem sind möglicherweise auftretende Vertragsmodifikationen sowie in Hedging-Beziehungen eingebundene geplante Transaktionen einzelfallspezifisch vor dem Hintergrund einer sich ändernden Bilanzierung zu untersuchen.

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